|
Bodendecker sind, wie es der
Name schon andeutet, Pflanzen die relativ niedrig (meist unter 1 Meter) sind
und so dicht zusammengepflanzt werden das der Boden vollständig von ihnen,
ohne die kleinste Lücke, bedeckt ist. Solche Pflanzenteppiche werden oft
als Rasenersatz oder aus gestalterischen Gründen angepflanzt. Auch werden
so Bereiche die sich schwer gestalten lassen (Schattenbereiche), weil hier
kaum etwas wächst, oder sie schwer zugänglich sind (Hangbereiche),
attraktiv begrünt. Pflegeleicht, langlebig und immer attraktiv sind die
Anforderungen an die Bodendeckerpflanzen. Geeignet sind nicht nur flach
wachsende Stauden, auch horstbildendende Stauden, Kletterpflanzen (Efeu),
Kleingehölze, Rosen und Gräser (darunter auch niedrige Bambusarten) sind
als Bodendecker geeignet. Welche Pflanzen zum Einsatz kommen hängt von den
Standortverhältnissen (Licht, Boden), den eigenen Geldbeutel, den optischen
Erfordernissen und persönlichen Geschmack, sowie den zukünftig
beabsichtigten Pflegeaufwand ab. Möglichst geringer geringer Pflegeaufwand
und kein Unkraut sind die häufigsten Gründe für den Einsatz von
Bodendecker. Das Funktioniert bedingt, besonders zu Beginn, wen die Pflanzen
sich noch nicht ganz ausgebreitet haben, besteht teilweise ein erheblicher
Pflegeaufwand (besonders Unkraut jäten), aber auch später kann immer
wieder Unkraut durch die Pflanzendecke stoßen. Aber je dichter und höher
der Bodendeckerteppich ist, desto schwieriger wird es für das Unkraut, besonders
wen die Bodendecker immergrün sind. Eine komplett Unkrautfreie Fläche ohne
Pflegeaufwand lässt sich eigentlich nicht erzeugen, denn wen nicht in der
Fläche selbst, dann finden Unkräuter an den Rändern immer wieder eine
Nische. Einige Unkräuter sind sehr robust und werden teilweise über einen
Meter hoch, andere (wie Kletten, Winden, usw.) klettern an den Bodendeckern
nach oben dem Licht entgegen. Nicht umsonst sind Heerscharen von
Galabaubetrieben damit beschäftigt öffentliches und privates Grün Unkrautfrei
zu halten. Das sollte man unter anderem bedenken bei der Auswahl der
Bodendecker. Ist die zu begrünende Fläche sehr lang und breit, sollten die
Pflanzen trittfest sein (für Pflegearbeiten), oder man muß Trittsteine,
zum begehen der Fläche, einplanen. Pflanzen mit Stacheln und Dornen, wie
niedrige Berberitzen oder Kleinstrauchrosen, sollte man bei so großen
Flächen nicht pflanzen. Die Pflegearbeiten könnten sonst zur Tortur
werden. Vor der Pflanzung sollte der Boden gelockert und von Unkräutern
befreit werden. Wie viele Pflanzen pro Quadratmeter gepflanzt werden hängt
von den verwendeten Pflanzen und wie schnell die Fläche zugewachsen sein
soll ab. Je mehr Pflanzen gesetzt werden desto schneller ist logischerweise
die Fläche zugewachsen. Aber zu dicht gepflanzte Bodendecker berängen sich
später zu sehr gegenseitig, bei zu wenigen dauert es lange bis die Fläche
zugewachsen ist. Deshalb am besten vor dem Kauf nach den ungefähr
benötigten Stückzahl erkundigen. Nach dem Pflanzen gründlich wässern. Ob
und wie viel zukünftig gewässert und gedüngt wird hängt von den
verwendeten Pflanzen ab. Einige wie der Efeu, Sonnenröschen, Thymian,
Hornkraut oder die Zwergmispel müssen, einmal eingewachsen, nicht mehr
gedüngt oder gewässert werden. Ist bei anspruchsvolleren Pflanzen, oder
extrem nährstoffarmen Böden doch eine Düngung notwendig, ist das
Frühjahr der beste Zeitpunkt. Im Anschluss noch eine Aufzählung von guten
Bodendeckern noch Standortbedingungen und Eigenschaften geordnet (einige
Pflanzen könnten auch in mehreren Gruppen erscheinen - weitere Faktoren wie
Bodenverhältnisse und Nährstoffbedarf sind hier nicht berücksichtigt
worden). Bodendecker
für sonnige Standorte: Zwergmispeln (Cotoneaster
- der Bodendecker für fast alle Fälle), Kleinstrauchrosen und Beetrosen,
Spiraea japonica, Lavendel, Johanniskraut, Fingerkraut (Potentilla), Schneeheide
(Erica carnea), Salbei (Salvia nemorosa) Stachelnüsschen, Blaukissen,
Ehrenpreis (Veronica), Fetthenne (Sedum), Gänsekresse, Günsel, Sonnenröschen,
Schleifenblume, Thymian, Habichtskraut, Hundskamille, Hornkraut, Katzenminze,
Katzenpfötchen, Leimkraut, Polsterphlox, Frauenmantel, Fiederpolster (Cotula),
Sandkraut, Segge (Carex), Schwingel (Festuca), Storchenschnabel (Geranium sanguineum,
Geranium renardii, Geranium x magnificum), Wermut, Ziest Bodendecker
für halbschattige Standorte: Bambus
(Sasa Arten), Buchsbaum, Kranzspiere, Heckenkirsche (Lonicera pileata),
Spindelstrauch (Euonymus), Storchenschnabel (Geranium macrorrhizum - sehr
zuverlässig), Bergenie, Glockenblume (Campanula poscharskyana), Purpurglöckchen Bodendecker
für schattige Standorte: Clematis
(Clematis x jouiniana), Efeu, Mahonie, Kleines Immergrün, Elfenblumen, Maiglöckchen,
Waldsteinie, Schaumblüte (Tiarella), Goldnessel, Goldtröpfchen, Haselwurz,
Storchenschnabel (Geranium versicolor, Geranium subcaulescens), Falsche
Alraune (Tellima), Taubnessel (Lamium), Lungenkraut, Funkie (Hosta), Ysander Immergrüne
Bodendecker: Zwergmispeln (Cotoneaster)
Efeu, Spindelstrauch, Schneeheide
(Erica carnea), Mahonie, Lavendel, Kleines Immergrün,
Buchsbaum, Bambus (Sasa Arten), Bergenie, Elfenblumen, Günsel,
Gänsekresse, Glockenblume (Campanula poscharskyana), Haselwurz,
Stachelnüsschen, Sandkraut, Segge (Carex),
Schwingel (Festuca), Storchenschnabel (Geranium macrorrhizum,
Thymian, Geranium endressii, Geranium x cantabrigiense)
Sonnenröschen, Schleifenblume, Taubnessel, Waldsteinie, Wermut, Yasander
|