Rhododendron Pflanzen Standort Dünger Schnitt

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Rhododendron Pflanzen Rhododendren sind beliebte Blütensträucher (zu den auch die Azaleen zählen), doch es gibt einiges zu beachten wer lange Freude an diesen Gewächsen haben will. Zunächst einmal sollte man einen passenden Standort wählen, Rhododendren bevorzugen einen schattigen bis halbschattigen Standort. Die Nordseite eines Gebäudes oder größere Gehölze die Schatten spenden wären ideal. Man sollte sie aber nicht in die Nähe von flach wurzelnden und konkurrenzstarken Bäumen wie Kastanie, Birke usw. pflanzen. Die Nähe eines Springbrunnen oder Gartenteiches wirkt sich aufgrund der etwas höheren Luftfeuchtigkeit auch sehr positiv aus. (ist aber kein Muss) Ist der Vorgesehene Standort sonnig, sollte man einige größere Gehölze als Schattenspender dazupflanzen. Ist das nicht möglich sollte man lieber laubabwerfende Azaleen pflanzen, diese vertragen die Sonne besser. Ist der Standort festgelegt sollte man dem vorhandenen Platz angemessene Arten auswählen, in einem kleinen Vorgarten können Großblumige Rhododendrenhybriden sehr schnell zu groß werden. Hier sollte man lieber die kleineren Yakushimanum Hybriden oder Japanische Azaleen pflanzen. Die Auswahl an Arten und Sorten ist sehr groß und für jede Gartengröße gibt es die passende Rhododendrenart. Wichtig ist natürlich auch kräftiges und vor allem gesundes Pflanzenmaterial zu kaufen. Exemplare mit Blattdefekten sollte man nicht kaufen. Rhododendron Standort Schnitt Wer ganz sicher gehen will kauft nur in der Baumschule, im Fachmarkt oder bestellt direkt beim Hersteller. Als nächstes sollte man den Boden genauer unter die Lupe nehmen. Rhododendren werden oft als Moorbeetpflanzen bezeichnet was nicht bedeutet das diese Pflanzen im Sumpf wachsen, Staunässe mögen sie nämlich gar nicht. Der Begriff bezieht sich bei Rhododendren eher auf deren Vorliebe für saure humose Böden. PH Werte zwischen 5 bis 6 wären ideal, aber die wenigsten Gartenböden bieten das. Man sollte deshalb bei der Pflanzung den Erdaushub mit Rhododendron Erde, Torf oder Rindenhumus im Verhältnis 1 zu 1 mischen. Die Zugabe von Hornspänen als Depotdünger hat sich auch bewährt. Da die Rhododendren Flachwurzler sind sollte das Pflanzloch so breit wie möglich und doppelt so tief wie der Wurzelballen ausgehoben werden. Ist der Boden sehr Kalkreich sollte man die Pflanzen in große Kübel oder Mörtelbehälter (Wasserabzugslöcher nicht vergessen) mit entsprechend gemischten Substrat (siehe oben) pflanzen und anschließend mit dem Behälter eingraben. So wird das einschwemmen von Kalk aus dem umgebenden Erdreich verhindert. Bei schweren Böden sollte man zusätzlich eine Drainageschicht aus Kies einbauen um Staunässe zu vermeiden. (Hinweis: Azaleen scheinen besser mit schweren Böden zurecht zu kommen als andere Rhododendrenarten) Wer sich viel Arbeit machen will (lohnt sich langfristig) hebt nicht nur Pflanzlöcher aus, sonder legt gleich großflächig ein ganzes Beet wie oben beschrieben an, in das dann die Rhododendren gepflanzt werden. Die Zugabe von Dünger gleich während der Pflanzung ist nicht zu empfehlen, erst wen die Pflanze angewachsen ist und neue Blätter bildet kann man mit dem üblichen Düngezyklus beginnen.

Düngung:

Rhododendron Düngen Erde Stichwort Düngung - Rhododendren haben sehr salzempfindliche Wurzeln deshalb sollte man keine reinen mineralischen Volldünger verwenden da man häufig schnell zu viel gibt und es zu Verbrennung der feinen Wurzeln kommt. Am besten verwendet man einen handelsüblichen Rhododendron Dünger auch in Hinblick auf den niedrigen PH Wert der dadurch unterstützt wird. Gedüngt wird einmal im März/April und nach der Blüte im Mai/Juni. Das Mulchen mit Rindenhumus, Torf oder Laubkompost hat sich auch bewährt, so wird Feuchtigkeit, PH Wert und Bodenwärme positiv reguliert. Wer auf speziellen Rhododendrendünger verzichten möchte sollte dem Mulch Hornspäne und pelletierten Rinder- oder Pferdedung als Dünger beimischen. (keinen Frischdung verwenden - dann kommt es zu Verbrennungen der Wurzeln)

Schnittmaßnahmen:

Rhododendren benötigen eigentlich keinen Schnitt und wer die richte Art für den vorhandenen Platz gewählt hat braucht das auch nicht. Ist ein Exemplar zu groß geworden sollte man diesen umpflanzen (kann bei größeren Exemplaren problematisch werden) und durch eine kleinere Art austauschen. Dennoch kann es manchmal sinnvoll sein den Rhododendron zu schneiden auch wen genug Platz vorhanden ist. Einige Arten/Sorten wachsen sehr sparrig und verkahlen mit den Jahren im unter Bereich. Hier ist ein Verjüngungsschnitt angebracht. Dazu wird bis auf die Verholzten Basistriebe zurückgeschnitten (sieht fürchterlich aus), aber Achtung nicht alle Arte/Sorten vertragen das. Deshalb vorher an einer möglichst nicht sichtbaren Stelle testen ob der Rhododendron wieder austreibt. Häufig wird empfohlen den Schnitt zu staffeln und jedes Jahr nur eine Seite zu schneiden, damit zögert man aber den Zeitraum wo die Pflanze nicht so toll aussieht nur hinaus. Im Gegensatz zu solchen Radikalschnitten werden leichte Rückschnitte, um die Pflanze dauerhaft kompakt zu halten (nur bei sparrig wachsenden Exemplaren), nach der Blüte meist gut vertragen. Wer keine Lust auf derartige Schnittmaßnahmen und genügend Platz hat kann sein sparrig gewachsenes Exemplar durch Vorpflanzung mit kleineren Rhododendren, Stauden, Kleingehölzen oder immergrüne Azaleen optisch tarnen und so auf sehr elegante Weise das ohnehin rein optische Problem lösen. Wer von vorn herein nur kompakt wachsende Arten/Sorten pflanzt (zum Beispiel japanische Azaleen, Yakushimanum Hybriden usw.) hat diese Probleme natürlich nicht. Die einzigen Schnittmaßnahmen sind hier das Entfernen von abgestorbenen oder kranken Trieben.

  

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