Kirschlorbeer Pflege

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Der Kirschlorbeer wird gerne als üppiger Solitär, als immergrüne Ergänzung zu laubabwerfenden Gehölzpflanzungen und (besonders beliebt) als immergrüne Hecke gepflanzt. Als Immergrüner Strauch bedeutet das es Probleme im Winter geben kann. Kirschlorbeer Pflanzen HeckenDie Immergrünen Blätter verdunsten weiterhin Wasser. Diesen Wasserverlust können die Wurzeln nicht immer gleich ausgleichen wen der Boden tagelang gefroren ist. Hinzukommt zusätzlicher Stress für die Pflanze wen die Wintersonne ganztägig an Tagen mit Minustemperaturen scheint. An diesen Probleme leiden mehr oder weniger alle immergrünen Pflanzen in unseren Breiten. Beim Kirschlorbeer kommt noch hinzu das er die eisigen Winde im Winter nicht gut verträgt und das eine Kirschlorbeersorten ohnehin nicht sehr gut winterhart sind. Deshalb sollte man bei der Pflanzung einiges beachten. Man sollte vor allem gut winterharte Kirschlorbeersorten auswählen. Natürlich müssen diese zum Verwendungszweck, Pflege Kirschlorbeer Schneiden Düngen hinsichtlich der Größe, passen. Große wüchsige Sorten mit bis 4 Meter Endhöhe sind gute Solitärpflanzen in großzügigen Gartenräumen. Mittelgroße Sorten mit ca. 2 bis 3 Metern Endhöhe lassen sich gut für Hecken verwenden und Sorten mit unter 1 Meter Endhöhe passen gut in kleine Vorgärten. Einige besonders kleine Sorten (ca. 0,5 Meter Endhöhe) mit flachen Wuchs eignen sich sogar als Bodendecker. Der Standort sollte gut gewählt sein, etwas geschützt, nicht ganztägig sonnig, am besten Halbschattig (zum Beispiel an der Nordseite im Schlagschatten eines Hauses. In milden Regionen kann der Standort aber ruhig etwas sonniger und offener sein. Die Pflanzen sollten immer gut gemulcht sein (Rindenmulch, grober Kompost, Rasenschnitt), das bietet vor allem im Winter zusätzlichen Schutz. An Frostfreien Tagen kann man, wen der Boden trocken ist, die Pflanzen ruhig wässern um Flüssigkeitsverluste auszugleichen. Eine weitere Möglichkeit ist das Düngen mit reinen Kalidünger im August/September, dieser hilft beim Ausreifen des Holzes und reguliert den Flüssigkeitshaushalt der Pflanze, außerdem stärkt es die Pflanze gegen Krankheiten. Bei Kirschlorbeerexemplaren im Kübel, sollte dieser (nur der Kübel) gut mit Vlies oder Noppenfolie isoliert werden und eventuell in einen geschützteren Standort im Garten oder an die Hauswand gestellt werden. Sollten dennoch Frostschäden aufträten, werden die geschädigten Triebe im Frühjahr ausgeschnitten. Die Pflanze treibt dann rasch wieder durch.

Krankheiten / Schädlinge:

Auch wen der Kirschlorbeer relativ robust ist können, besonders in sehr feuchten Jahren, Pilzkrankheiten auftreten. Fleckige, braune und gelbe Blätter mit dunklen Flecken sind dann meist zu sehen. Bei gelben Blättern kann es sich aber auch um Trockenheitsschäden handeln. Befallene Triebe und Blätter werden entfernt und entsorgt. Achtung nicht auf den  Kompost geben !!! Vertrocknete Triebe werden bis in das gesunde Holz zurückgeschnitten. Bei stärkeren Befall kann man anschließend diverse Fungizide sprühen. (ist aber meist nicht nötig) Ab und zu können auch Blattläuse auftreten. Man kann bis zu einem bestimmten Befallsgrad diese saugenden Parasiten dulden und hoffen das ihre natürlichen Feinde sie eindämmen und zurückdrängen. Klappt das nicht muß man mit diversen im Handel erhältlichen Präparaten (die Auswahl ist hier sehr groß) sprühen. Ökologisch orientierte Gartenfreunde sollten zu Präparaten auf Rapsölbasis greifen. Diese sind Umwelt- und Nützlingsschonend. 

Schnittmaßnahmen:

Der Kirschlorbeer ist sehr gut schnittverträglich. Aber eigentlich braucht der Kirschlorbeer keinen Schnitt und wer Platz hat, sollte ihn frei wachsen lassen. Aber häufig ist das nicht der Fall, aus Platzgründen oder weil man eine bestimmte Form erreichen will. Wen man den Kirschlorbeer schneidet, sollte man mit der Handheckenschere schneiden, den bei Elektroscheren oder Benzinmotorheckenscheren werden die großen Blätter nur zerfetzt. Wer viel Zeit hat, scheiden seinen Kirschlorbeer nur mit einer Handschere und beschädigt so kein einziges Blatt (nur bei Solitären und sehr kleinen Hecken). Bester Termin für den Schnitt ist das Frühjahr und der Spätsommer. Im allgemeinen reicht ein Schnitt im Jahr aus. 

Düngen:

Bei der Pflanzung reicht es wen man einige Hornspäne in das Pflanzloch hinzu gibt. Ab dem darauffolgenden Jahr reicht es im allgemeinen aus, wen man im Frühjahr ein Volldünger (NPK) gegeben wird. Nach dem Juni sollte nicht mehr gedüngt werden (ähnlich wie bei Rosen), damit das Holz bis zum Winter richtig ausreifen kann. Aber im August/September kann noch etwas reiner Kalidünger verabreicht werden um die Frosthärte zu erhöhen. 

  

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