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Der Schnitt von Sträuchern und Laubbäumen dient der besseren Fruchtbildung und möglichst vielen Blüten. Außerdem wird ein gleichmäßiger und gut verzweigter Wuchs erreicht, sowie Krankheiten vorgebeugt, auch die Größe und die Form der Gehölze kann so gesteuert werden.

Bäume und Sträucher Beschneiden Zierbäume wie Magnolien, Ahorn, Birke usw. usw. werden kaum geschnitten und wen doch dann nur um eine gleichmäßige Form zu erhalten. Dazu Triebe die stören oder über Kreuz bzw. quer durch die Baumkrone wachsen, werden an der Basis entfernt. Zu lange Triebe werden auf die gewünschte Länge eingekürzt. Altes, krankes und abgestorbenes Holz wird komplett entfernt. Wen stärkere Äste abgesägt werden müssen, sollte das in 2 Etappen geschehen. Zuerst sägt man den größten Teil ab und lässt aber einen Aststummel stehen, dieser wird anschließend entfernt. Das ist zwar arbeitsintensiver, aber so wird verhindert das die Rinde am Stamm einreißt. Danach wird die Wunde mit einem Wundbalsam verschlossen um das eindringen von Krankheitserregern zu verhindern. Das für die Baumschnitt Arbeiten nur saubere und scharfe Werkzeuge verwendet werden sollte selbstverständlich sein. Im Alter müssen Zierbäume dann kaum noch geschnitten werden, ist doch ein jährlicher Schnitt nötig um die Größe zu regulieren hat man einfach das falsche Laubgehölz gepflanzt.

Bei Obstbäumen dient der Schnitt neben der Gesunderhaltung vor allem der Ertragssteigerung. Es gibt dazu verschiedene Schnitttechniken die teilweise unter den verschiedenen Obstsorten variieren. Am besten holt man sich von einem Fachmann rat Obstbäume Schneiden dazu. Wer die Möglichkeit nicht hat sollte Säulenobstbäume oder Sorten von pflegeleichten Spindelobstbäume pflanzen. Diese speziellen Züchtungen benötigen kein oder sehr wenig Schnitt. Dennoch sollte auch hier Krankes und abgestorbenes Holz entfernt werden. Muss man dennoch ein schon vorhandenen Obstbaum schneiden so ist der beste Termin der Spätherbst oder ein milder Wintertag. (Nicht bei Frost schneiden) Lichten Sie die Krone so aus das genügen Licht und Platz für die Fruchtbildung entsteht. Es gilt dabei das unter Zierbaum gesagte. Sogenannte Wasserschosse (das sind lange einjährige Triebe) werden bis auf ca. 5 Stück pro starken Ast entfernt. Das Ergebnis sollte eine einigermaßen symmetrische lichtdurchlässige Krone mit klar definierten Haupttrieb sein. Ist die Krone sehr dicht sollte man in 2 Etappen scheiden, einmal im Spätherbst/Winter und dann noch einmal im Sommer. Der Grund ist das der Baum bei zu starken Rückschnitt mit ungestümen Neuaustrieb reagiert und nur wenig Früchte bildet. Ist das im Folgejahr der Fall hat man im Herbst/Winter zu stark zurückgeschnitten. Das sollte man auch beachten wen man Zierbäume verjüngen will. 

 
Ziersträucher werden geschnitten um einen dichtverzweigten Wuchs und eine reiche Blütenbildung zu erreichen. Außerdem kann so das Größenwachstum kontrolliert werden. Generell gilt auch hier das unter Zierbaum gesagte, ob und wann geschnitten wird hängt vom Strauchtyp ab. Der erste Typ sollte nur wenig oder am besten gar nicht geschnitten werden, da sie entweder nicht schnittverträglich sind, ihre Blüten am einjährigen Holz bilden oder generell keinen Schnitt als Wachstums oder Blütenbildungshilfe benötigen. Lediglich störende, alte und Kranke Äste werden hier entfernt. Dazu gehören alle Hortensien (außer die Rispenhortensie), Zaubernuss (Hamamelis), Japanischer Blumenhartriegel, Erdbeerbaum, Eibisch, Magnolie, Schneeball, Rhododendron (ist eigentlich ein immergrüner kann geschnitten werden ist im allgemeinen aber nicht notwendig).

Der zweite Typ sind Frühblühende Ziersträucher, diese werden direkt nach der Blüte geschnitten. Die Blütenstände werden bis auf 2 bis 3 Augen zurückgeschnitten, hier bilden sich neue Triebe die im nächsten Jahr blühen. Überalterte Zweige werden am Boden zurückgeschnitten, der Neuaustrieb bildet dann im nächsten Jahr leider keine Blüten. Dazu gehören unter anderem das Mandelbäumchen, Ginster, Deutzie, Blutjohannisbeere, Goldglöckchen usw.

Der dritte Typ sind sommerblühende Sträucher, diese werden am besten im Frühjahr geschnitten um Frostschäden zu vermeiden. Zuerst werden schwache, kranke, oder beschädigte Triebe abgeschnitten. Danach werden nach innen oder über kreuz wachsende Triebe entfernt. Zum Schluss kürzen sie die abgeblühten Triebe knapp über einen nach außen zeigenden Auge (Knospe) ein. Achten Sie dabei auf einen harmonischen Gesamteindruck. Zu diesen Typ gehören unter anderem der Sommerflieder, Bartblume, Rispen Hortensie, Fuchsie, usw.

Der vierte Typ sind die meisten immergrünen Sträucher, diese sind im allgemeinen schnittverträglich und werden häufig für Hecken und als Formgehölze verwendet. Sie können, müssen aber nicht unbedingt geschnitten werden, besonders wen sie locker als Solitär wachsen, ist ein Schnitt nicht notwendig. (genügend Platz vorrausgesetzt) Wen doch aus optischen oder Platzgründen ein Schnitt notwendig ist, sollte dieser im Frühjahr erfolgen. Die Ölweide, Akube, Kletterspindel, Lavendelheide, Kamelie, Skimmie usw. gehören zu diesen Gewächsen. Werden Immergrüne als Formgehölzen oder strengen Formhecken gezogen, ist ein regelmäßiger Schnitt unumgänglich. Der beste Termin ist das Frühjahr und der Spätsommer. (bei starken Wuchs ist 2 mal im Jahr ein Formschnitt nötig) Zu diesem Typ gehören besonders Stechpalme (Ilex) Kirschlorbeer, Buchsbaum, usw.

Schneiden Hainbuche Hecke Liguster Laubabwerfende Ziergehölze werden meist nicht als strenge Formhecke verwendet. Sie werden als lockere Hecke bzw. Blütenhecke gepflanzt und Ihrem Typ gemäß geschnitten. (siehe oben) Eine Ausnahme ist die Blut- und Hainbuche, sie wird Ende des Sommers geschnitten und der Weißdorn, welcher im Frühsommer und im Herbst geschnitten wird. Liguster und die Berberitze können sowohl für lose Heckenpflanzungen als auch für strenge Formhecken verwendet werden, der beste Schnitttermin ist das späte Frühjahr bis in den Frühherbst hinein. Achten Sie beim Formschnitt darauf das besonders hohe Hecken nach oben leicht konisch geschnitten werden, sonst verkümmern sie im unteren Bereich aus Lichtmangel. Gespannte Stricke und Schablonen helfen die richtige Form einzuhalten und dabei immer parallel zur Hecke schneiden, sonst entstehen ungewollt Löcher in der Hecke. Hecken mit großen Blättern (zum Beispiel Kirschlorbeer) sollten besser mit der Handschere geschnitten werden, Motorscheren würden die großen Blätter nur zerfetzen, was nicht sehr schön aussieht.
 

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