Grabbepflanzung / Gräber Bepflanzen

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Die Art und Weise der Grabbepflanzung hängt neben der Grabform und -Größe natürlich vom persönlichen Geschmack ab, sollte sich aber dennoch einigermaßen geschmackvoll in das Gesamtbild des Friedhofes einfügen. Dennoch möchte man natürlich eine individuelle Bepflanzung, denn meist sieht diese wie folgt aus. Im Frühjahr erfolgt eine Bepflanzung mit Stiefmütterchen und Primeln, im Sommer kommen dann Sommerblumen, im Herbst dann Eriken und im Winter Winter Herbst Neuanlage Gräber Bepflanzen wird mit Reisig abgedeckt. Prinzipiell ist nichts dagegen zu sagen, aber eine Dauerbepflanzung aus immergrünen Stauden und Kleingehölzen, ist meist dezenter und schont auch den Geldbeutel, da diese Bepflanzung nicht alle paar Monate ausgetauscht werden muss. Wer möchte kann ja in der Mitte des Grabes Platz für die oben erwähnte Quartalsbepflanzung lassen. Dieser Platz kann auch eine bestimmte Form haben wie zum Beispiel ein Kreis oder Dreieck. Wer nicht viel Zeit zur Grabpflege hat sollte sich für eine komplette Dauerbepflanzung mit pflegeleichten Stauden entscheiden oder Kleingehölzen entscheiden. Wichtig ist das diese immergrün sind (also auch im Winter optisch gut aussehen) und den Standortbedingungen entsprechen. Also ist es eher schattig zum Beispiel durch Bäume bzw. Mauern oder eher sonnig. Auch sollte man die Häufigkeit des Gießens einkalkulieren, wer also nicht so viel Zeit hat sollte sich für Idee Grabbepflanzung Tipp trockenheitsverträgliche Pflanzen entscheiden. Viele Gräber werden auch durch Hecken eingerahmt, hier kommt vor allem der genügsame Buchsbaum oder neuerdings auch eine immergrüne nicht blühende Form der Hebe (Strauchveronika) zum Einsatz. Bei größeren Gräbern kommt eventuell auch Liguster oder niedrige Berberitze in Betracht, besonders schön sind dabei rote oder gelbe Formen. Wichtig ist das die Höhe und auch die Breite dem Umfeld und der Grabgröße entspricht. Regelmäßiges nicht zu zaghaftes Rückschneiden ist dann Pflicht, sonnst stimmen die Proportionen nicht mehr und das ganze wirkt zu wuchtig. Bei kleinen Urnengräbern kommen meist auch kleine Hecken aus Platzgründen nicht in Frage und man beschränkt sich darauf den Grabstein durch ein oder zwei Kleingehölze einzurahmen. Dies pflanzt man am besten in Töpfe (Wasserabzug und Drainageschicht nicht vergessen) und gräbt diese ebenerdig ein. So können die Gehölze problemlos entfernt werden, bzw. wie bei einem Bonsai die Wurzeln regelmäßig eingekürzt werden um das Gehölz auch klein zu halten. Es muss übrigens nicht immer Muschel- oder Scheinzypresse sein, wie wäre es mal mit einem Fächerahorn, einer Zwergulme, oder einem Säulenbuchsbaum usw. Neben der Optik und den Standortbedingungen sollte man auch Platz für Blumensträuße, Grablampen, Kränze und Gestecke einkalkulieren. Es gibt also einige zu bedenken bevor man zur Pflanzung schreitet, aber mit etwas Geduld, Kreativität und einer guten Idee lassen sich schöne Ergebnisse bei der Neuanlage der Gräber erzielen.

Tipp1: auch den Boden sollte man sich etwas genauer ansehen, meist ist er nicht so gut. Deshalb sollte man ihn vor der Pflanzung etwa ein Spaten tief austauschen, am besten mit spezieller Graberde. Diese sieht optisch nicht nur gut aus, sie ist auch speziell für derartige Pflanzungen aufgedüngt und zwar so das die Pflanzen nicht zu sehr wuchern. Natürlich kann man auch einfache Pflanzerde verwenden oder sich selber eine Erdmischung aus Gartenerde und Kompost zusammenstellen. (hierbei ist aber etwas Erfahrung nötig) Das Erdeaustauschen ist zwar sehr arbeitintensiv, aber es lohnt sich besonders wen man bedenkt das die Pflanzen viele Jahre in der selben Erde stehen und diese auch auslaugen. Diese Maßnahme ist auch zu empfehlen wen nach vielen Jahren trotz Düngung die Pflanzen nicht so recht wachsen wollen oder sich ständig Krankheiten breit machen.

Tipp2: An schattigen Plätzen unter Bäumen gedeiht häufig nicht viel, versuchen Sie es mal mit Johanniskraut (Hypericum), Efeu (besonders schön in Gelb- oder Weißgrün), diverse Nesselsorten, Storchenschnabel (Geranium), Kriechmispel, Elfenblumen, Funkien, Christrosen, Alpenveilchen, Immergrün (Vinca Major), Golderdbeere (Waldsteinia ternata)

Tip3: An das Frühjahr denken und als echten Blickfang zwischen die Dauerbepflanzung einen Tuff mit Frühjahrsblühern setzen, am besten Krokusse, Schneeglöckchen, Blausternchen, Wildtulpen oder kleine Narzissen.

Tipp4: Nicht viel Zeit zum gießen und der Standort ist eh sonnig und trocken, versuchen Sie es doch mal mit Thymian in seinen verschiedenen Ausführungen (Goldthymian usw.), Blaukissen (sehr schöne gelbgrüne Variante erhältlich), Sedum (Fetthenne), Sempervivum (Hauswurz), Sandkraut oder Sonnenröschen. Alle diese Stauden sind sehr trockenheitsverträglich und immergrün.

 

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