Planen Gartenteich Anlegen Gartenteich Bau

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Das Anlegen von Teich im Garten ist in den letzten Jahren immer beliebter geworden, was auch den verbesserten Bautechniken und Materialien zuzuschreiben ist. Dementsprechend groß ist mittlerweile auch das Angebot an entsprechenden Zubehör, welches sich ernorm verbessert hat. 

Planen Gartenteich Anlegen Teich Garten Vor ein paar Jahrzehnten als Gartenteiche noch eher selten anzutreffen waren verwendete man vor allem Beton oder Lehm für den Teichbau. Beides war aufwendig, teuer und meist nur mit Hilfe von Fachmännern durchzuführen. Teiche aus Beton hatten zudem den Nachteil häufig kleine Haarrisse zu bekommen und wurden dann natürlich undicht. (Lehm kommt auch heutzutage bei sehr großen Teichen immer noch zum Einsatz)

Heutzutage ist das kein Thema mehr und für den Teichbau im Hobbygartenbereich haben sich moderne, preiswerte und leicht zu verarbeitende Kunststoffe durchgesetzt.
Zwei Bautechniken stehen dabei zur Auswahl, entweder wird eine Teichfolie verlegt oder ein Vorgefertigtes Kunststoffbecken verwendet das einfach eingegraben wird.

Vorgefertigte Kunststoffbecken (Fertig Gartenteich) aus Kunstharz (GFK) oder Polyethylen (PE) eignen sich für kleine Teiche (Badewannengröße) sehr gut und sind auch verhältnismäßig schnell und einfach angelegt. Ab einer bestimmten Größe sind derartige Kunststoffbecken aber zu teuer und auch das verlegen ist dann nicht mehr so einfach. Sie sind auch nur bis zu einer bestimmten Teichgröße erhältlich. Ein weiterer Nachteil ist das die Form schon festgelegt ist und individuelle Wünsche nicht berücksichtigt werden können. Beim Einbau die Grube in Form des Teiches etwas größer ausheben, den Boden mit etwas Sand verfüllen und waagerecht abziehen. Teichbecken in die Grube stellen und mit Sand fixieren, mit Wasserwaage und Holzlatten die waagerechte Ausrichtung und exakte Position (Tief genug) des Teiches noch einmal überprüfen. Den Teich mit Wasser füllen und anschließend die Grube mit Sand verfüllen und mit Wasser einschlämmen. Dabei Lage des Teiches immer wieder überprüfen bis es fertig eingegraben ist.

 Für mittlere und große Teiche sind Teichfolien besser geeignet, sie sind verhältnismäßig preiswert, flexibel was die Form betrifft und theoretisch ist jede Größe machbar. Für besonders große Teiche benötigt man Spezialanfertigungen (was nicht ganz billig ist) oder muss mehrere Folien miteinander verschweißen. (das überlässt man besser den Fachmann) Das ist aber meist nicht nötig da die häufig angebotenen Standartfolien in allen Längen lieferbar sind, lediglich die Standartbreite (häufig 6 bis 8 Meter) setzt hier Grenzen. Wichtig ist bei der Auswahl der Teichfolie die Stärke, am besten 1 mm oder mehr. Die verwendete Folie sollte sehr wiederstandsfähig gegen mechanische Einflüsse, reißfest, langlebig, Kälte- und UV-Lichtbeständig sein. (bei einen gut angelegten Teich sollte aber die Folie ohnehin nicht sichtbar sein) PVC Folien sind am preiswertesten, lassen sich gut schweißen, sind aber nicht umweltfreundlich und müssen als Sondermüll Fertig Gartenteich Bau entsorgt werden. Besser, flexibler, umweltfreundlicher, aber auch etwas teuerer sind PE und EDPM Folien. Bei der Anlage eines Folienteiches sollte man zuerst die Form und Größe mit Hilfe eines Gartenschlauches am vorgesehenen Platz festlegen. Wer einen Naturnahen Teich mit üppiger Bepflanzung will sollte die Teichgrube so ausheben das ein oder besser zwei Terrassen entstehen. Das werden später die Sumpf- bzw. Flachwasserzonen die entsprechend bepflanzt werden. Wer das nicht möchte (zum Beispiel bei einem Koiteich) gräbt fast senkrecht auf die gewünschte Tiefe. Steine, Wurzel usw. entfernen und mit einem Rechen oder Fächerbesen Glattziehen. Mit einer Schnurr oder Maßband das in den Teich gelegt wird kann die benötigte Teichfolienlänge und -Breite ausgemessen werden. Es sollten mindestens 50 cm (besser mehr) zu den ermittelten Maßen dazu addiert werden. In die Teichgrube eine dünne Sandschicht (ca. 5 cm) ausbringen. Ganz vorsichtige legen zum Schutz der Teichfolie noch ein spezielles Teichvlies aus. (besonders bei dünnen Folien zu empfehlen) Die Folie möglichst mit möglichst wenigen Falten verlegen. Achtung, so eine Folie kann ganz schön schwer werden (besonders bei großen Teichen), deshalb sollte man sich zum Verlegen der Folie ein paar Helfer besorgen. Anschließend Wasser in den Teich lassen, dabei kann schon Pflanzsubstrat, Steine, usw. ausgebracht werden und die Bepflanzung erfolgen. (eine spätere Bepflanzung ist aber auch noch möglich) Ist der Teich vollgelaufen die Ränder so unterfüttern dass das Wasser an der vorgesehenen Stelle überläuft. (Teichüberlauf). Diesen Teichüberlauf kann man an ein Regenwassersammelsystem oder eine Sickergrube anschließen. 
Teich 1 bis 2 Tage so stehen lassen, die Folie arbeitet eventuell noch etwas. Danach das überschüssiges Material abschneiden, dabei darauf achten das der Folienrand über den Boden zeigt so das kein Kontakt zwischen Teich und seiner Umgebung möglich ist. (Kapillarspeere) Die Kapillarspeere ist wichtig, sonst würde der Teich schnell Wasser an seine Umgebung verlieren. Diese Speere kann man anschließend mit Steinen oder Platten verdecken.
 
Ein paar Tipps zum Gartenteich:

Den Gartenteich immer möglichst groß planen, hier stellt sich eher ein biologisches Gleichgewicht ein.

Den Teich gut bepflanzen um ein biologisches Gleichgewicht zu ermöglichen, es sieht auch besser aus.

Teiche mit zu geringer oder keiner Bepflanzung (Koiteiche) benötigen auf jeden Fall eine Filteranlage.

Stark wuchernde Pflanzen werden in Pflanzkörbe gesetzt.

Als Pflanzsubstrat reicht häufig eine nährstoffarme Sand / Kies / Torf (ungedüngter) Mischung aus. Es gibt aber Ausnahmen wie die Seerose, hier sollte man eine nährstoffreichere Gartenerde / Sand Mischung verwenden. Derartige Pflanzen in Töpfe setzten um so das Substrat gegebenenfalls auszutauschen, wenn sie nicht mehr so recht gedeihen wollen. Würden nährstoffreiche Pflanzsubstrate im ganzen Teich verwendet, würde es das Algenwachstum enorm erhöhen.

Düngen sollte man Teichpflanzen nicht, es werden auch so genug Nährstoffe in den Teich befördert, es würde nur zu ungehemmten Algenwachstum kommen.

Reichlich Unterwasserpflanzen verwenden - sie produzieren viel Sauerstoff und hemmen als Nahrungskonkurrenten das Algenwachstum.

Bei Neupflanzungen kann es zu Problemen mit Algen kommen da die neuen Pflanzen noch nicht richtig eingewachsen sind.
D
as Algenwachstum lässt sich durch absenken des PH Wertes des Wassers einschränken. (besonders von Grünalgen) Dazu einfach ein oder zwei mit ungedüngten Hochmoortorf gefüllte Jutesäcke in den Teich hängen. Sobald die Pflanzen eingewachsen sind und sich ein biologisches Gleichgewicht eingestellt hat, kann man die Säcke wieder entfernen.

Den Standort für den Teich so wählen das nicht zu viele große Laubgehölze in der Nähe stehen, wegen der Blätter.

Im Herbst kann man ein Netz über den Teich spannen um das Herbstlaub aufzufangen das sonst in den Teich fallen würde und als zusätzlicher Schlamm auf den Teichboden endet.

Der Standort des Teiches sollte sonnig bis halbschattig sein für ein optimales Pflanzenwachstum, allerdings sollte er nicht den ganzen Tag komplett von der Sonne beschienen werden, er erwärmt sich sonst eventuell zu sehr und unerwünschte Trübungen durch Grünalgen können auftreten.

Die Pflege von Teichen im biologischen Gleichgewicht beschränkt sich auf das gelegentliche abfischen von abgestorbenen Pflanzenteilen und Blättern (besonders im Herbst) und das zurückschneiden von abgestorbenen Gräsern und anderen Pflanzenteilen im Frühjahr

Alle paar Jahre sollte der ein Grossteil des Schlammes vom Teichgrund abgesaugt werden, aber nur wen die Schlammschicht zu dick wird, denn viele Teichlebewesen existieren auf und in diesen Schlamm.

Teichfische sollten erst eingesetzt werden nachdem der Teich einigermaßen eingewachsen ist und sich ein biologisches Gleichgewicht einstellt hat.

 

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