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Die Rose gehört eigentlich zu den
Gehölzen aber aufgrund der riesigen Auswahl an Sorten und
unterschiedlichster Anwendungsmöglichkeiten wird "die Königin der
Blumen" extra aufgeführt. Es gibt eigentlich für jeden Gartentyp die
passende Rose. Wichtig ist ein geeigneter Standort, er sollte sonnig, luftig
und nicht zu feucht sein. Vorzugsweise dort wo vorher noch keine Rosen
standen. Sollte doch vorher Rosen dort gestanden haben muss die Erde
(zwei Spatentief) großzügig ausgetauscht werden, denn der Boden ist meist
"ausgezerrt" und die alten Rosen
hinterlassen ein wachstumshemmenden Stoff in der Erde der es den nachfolgenden Artgenossen schwer
macht Fuß zu fassen (der Boden ist "Rosenmüde"). Die Pflanzerde sollte locker humos etwas lehmig und nährstoffreich sein.
Schwere Böden sind günstig, Sandböden aber ungeeignet. Diese müssen mit
Kompost, Lehm oder Pflanzerde verbessert werden. Beste Pflanzzeit für
wurzelnackte bzw. wurzelballierte Rosen (Wurzeln im lockern Substrat und Plastik-
oder Jutesack umwickelt) ist März/April und Oktober/November.
Containerpflanzen können das ganze Jahr gepflanzt werden solange der Boden
frostfrei ist. Bei der Pflanzung Kompost, Hornspäne und eventuell
Urgesteinsmehle mit in das Pflanzloch geben. Diese versorgen die Rose mit Nährstoffen
und erleichtern das Anwachsen. Die Veredlungsstelle der Rose sollte 5 cm mit
Erde bedeckt sein. Containerrosen kommen genauso tief in den Boden wie sie
im Pflanzcontainer standen. Die Wurzeln bei wurzelnackten Rosen können um
max. 1/3 eingekürzt werden um das anwachsen zu fördern, bei Containerrosen
entfällt das natürlich. Das Pflanzen von Containerrosen ist also etwas
einfacher und sie sind besonders dem Anfänger zu empfehlen. Nach der
Pflanzung ausreichend wässern. Im darauffolgenden Jahr wird dann jährlich
2 bis3 mal gedüngt, am besten mit speziellen Rosendünger. Auch Kompost mit
Hornspänen, pelletierter Rinderdung oder abgelagerten Stallmist ist
hervorragend geeignet. Rosen benötigen sehr viel Nährstoffe !!! Um die
Krankheitsresistenz und Frosthärte der Rosen zu erhöhen kann Ende August
zusätzlich ein Kalidünger (Patenkali) ausgebracht werden. Zusätzlich
können frostempfindliche Rosen im Herbst mit Erde angehäufelt und mit
Tannenzweigen abgedeckt werden. Man sollte schon von vorn herein bei der
Auswahl der Rosen zu besonders Frost- und Krankheitsresistente Sorten
greifen. Bei deutschen Rosensorten gibt es dazu das ADR Prädikat.
(Allgemeine Deutsche Rosenneuheitsprüfung) Bei ausländischen Sorten lässt
man sich am besten vom Fachmann beraten. Neben diesen wichtigen
Eigenschaften sind natürlich Duft, Blütenform, Blütenfarbe Wuchsform und
-Höhe ein Auswahlkriterium. Diese Eigenschaften definieren auch die
verschiedenen Rosengruppen. Die wichtigsten sind:
Rosen
beschneiden:  Zum
Schluss noch ein Hinweis zu der wichtigsten Pflegemaßnahme außer gießen
und düngen, dem Rosenschnitt. Bei diesem Thema sind sich Rosenfreunde und
Fachmänner nie ganz einig. Wer nicht schneiden möchte pflanzt Wildrosen,
Strauchrosen oder Kleinstrauchrosen. Erfrorene Triebe und Verblühte Blüten
sollten aber auch hier entfernt werden. Regelmäßiger Schnitt fördert das
Wachstum, führt zu dichter Verzweigung und großem Blütenreichtum. Bester
Zeitpunkt für den Schnitt ist März/April und nicht der Herbst wie häufig
noch angenommen wird. Kleinstrauchrosen können auch einfach mit einer
Heckenschere in Form geschnitten werden. Edelrosen und Beetrosen sollten auf
3 bis 5 Augen (ca. 20 - 30 cm über dem Boden) zurückgeschnitten werden.
Augen sind die Verdickungen (Knoten) auf den Rosentrieben. Der Schnitt
sollte knapp über dem Auge leicht schräg nach hinten erfolgen. Immer Augen
auswählen die nach außen zeigen! Sollte doch mal beim Schnitt etwas
schief gehen ist das meist nicht so schlimm da der Rosentrieb zur Sicherheit
über kaum sichtbare "schlafende Augen" im unteren Bereich verfügt. Aus diesen kann
er neu austreiben. Ist der Trieb komplett hinüber (auch durch Frost
möglich) treibt die Rose meist aus der Veredlungsstelle neue Triebe. Erst
wen die Veredlungsstellen (verdickte Stelle über dem Wurzelhals - gute Rosen haben mehrere) alle abgestorben sind
kann man die Rose wegwerfen. Bei guten Sorten in entsprechender Qualität
(kräftige Pflanzen mit 2 bis 3 Veredlungsstellen) sollte das aber nicht
passieren. Auf den Bildern sieht man ein Schnittbeispiel einer Edelrose (im
Topf gehalten) und oben im Bild das blühende Ergebnis im Sommer.
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