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Ob Gartenhäuschen, Garage,
Pergola, Zäune, Rankgitter, Wege, Terrassen, Mauern usw., sie alle stellen
das bauliche Grundgerüst des Gartens da. Und wie jedes Gerüst sollten sie
zuerst fertig gestellt werden. Bei nachträgliche Bauten wird meist die
schon vorhandene Bepflanzungen zerstört oder beschädigt. Da her wen
möglich erst fertig bauen und dann pflanzen! Nun sollte man nicht einfach
drauf los bauen, sondern sich über folgendes Gedanken machen. Für einige
größere Bauten kann eine Baugenehmigung erforderlich sein, oder es
existieren einige Vorschriften über das zu verwendende Material, Form und
Aussehen der Bauelemente. Auch der Abstand zum Nachbargrundstück und die
maximale Höhe sind häufig vorgeschrieben. Dies gilt vor allem für
Gartenhäuser, Garagen, Zäune, Mauern usw. Man sollte sich unbedingt vorher
darüber erkundigen oder eventuell wen vorhanden den Bebauungsplan mit
seinen Vorschriften einsehen, um Ärger mit dem Nachbarn oder diverser
Behörden zu vermeiden. Als nächstes sollte man sich über seine eigenen
handwerklichen Fähigkeiten im klaren sein und eventuell Hilfe im Familien-
und Freundeskreis suchen. (falscher Stolz ist hier fehl am Platz) Wen sich
keine passende Hilfe findet sollte man die schwierigeren Arbeiten dem Fachmann
überlassen. (Elektrik, Pflasterarbeiten usw.) Es besteht auch die
Möglichkeit einige Bauten als Bausatz zu erwerben, diese können meist auch
von den Laien montiert werden, sind aber leider auch etwas teuerer als das
reine "Rohmaterial". Ein weiterer Gesichtspunkt ist das verwendete
Material, es sollte unbedingt zum Gartenstil passen. Eine Betonterrasse zum
Beispiel wirkt in einem Naturgarten fehlplatziert. Auch ein wilder Material-
und Stilmix von eng nebeneinander stehenden Bauelementen sollte vermieden
werden. So würde ein moderner Edelstahlrosenbogen neben einem nostalgischen
Holzlattenzaun völlig unharmonisch wirken. Holz ist ein Klassiker und wirkt
immer "natürlich" und hält bei der richtigen Auswahl und
Konstruktion ein Leben lang. (es gibt Holzhäuser die einige hundert Jahre
alt sind) Wichtig ist hochwertige Harthölzer (Zeder, usw.) oder Kesseldruckimprägnierte
Hölzer zu verwenden. Es darf keinen direkten Kontakt mit dem Erdreich geben
und es darf auch keine Staunässe entstehen, sonst fault das Holz. Wen man
das Holz dann noch alle paar Jahre (5-10 Jahre) mit einem Schutzanstrich
versieht wird man viele Jahrzehnte Freude daran haben. Beton und Naturstein
sind mit die langlebigsten Materialien, wobei Beton in formale moderne
Gärten passt oder als robuste Unterkonstruktion verwendet wird. Alternativ
kann man Ziegelsteine oder Lehm verwenden, diese Materialien wirken trotz
strenger geometrischer Formen immer natürlich. Natursteine sind optisch
für fast jeden Garten eine gute Wahl, sind aber aufgrund ihrer Form schwer
zu verarbeiten und meist sehr teuer. Oft findet man aber auch schöne Steine
auf dem eigenen Grundstück die man für Wege, kleine Mauern und Sitzplätze
verwenden kann. Metall wird nicht so oft verwendet, ist aber sehr langlebig
wen es mit einem Schutzanstrich versehen, verzinkt oder pulverbeschichtet
ist. Metall kommt meist in Fertigbausätzen vor, wie Rankgitter,
Geräteschuppen, Fertiggaragen und Gartenmöbel. Plastik/Kunststoff sind
zwar langlebig, preiswert aber meist nicht sehr schön. Man sollte es bei
Gartenmöbel aus Kunststoff belassen und für alle weiteren Bauelemente
andere Materialien verwenden. Schlacke, Sand, Kies und Split kommen meist
als Unterbau und für Wege und Plätze zum Einsatz. Als Wege sind sie
langlebig müssen aber häufig von Verunreinigungen (Laub usw.) gereinigt
werden was mitunter etwas Arbeitaufwendig ist. Weniger Arbeit machen da Wege
aus Holzhäcksel oder Rindenmulch und diese wirken meist sehr natürlich und
schön. Allerdings müssen diese alle 2 bis 3 Jahre erneuert (nachgefüllt)
werden so das ständig Kosten entstehen. Rindenmulch bekommt man aber im
Wertstoff- oder Recyclinghof recht preiswert. Hat
man sich über die oben genannten Gesichtspunkte Gedanken gemacht kann es
eigentlich losgehen. Auf den genaueren Ablauf des Aufbaues usw. soll hier
nicht weiter eingegangen werden, schließlich ist das keine Heimwerker Internetseite.
;-)
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