Bodenabdeckung mit Rindenmulch u. anderen Materialien

Sie befinden sich :  Home >> Garten Tipps >> MNO >> Mulch

Die Verwendung von Mulch zur Bodenabdeckung ist im Nutzgarten und im Galabau Bereich nichts neues, aber auch im privaten Ziergarten kommt dieser immer mehr zur Anwendung. Warum sollte man überhaupt mulchen? Nun, es gibt mehrere Gründe die Bodenabdeckung mit Rindenmulch dafür sprechen. Verwehung und Verschlämmung (Erosion) der obersten Bodenschicht wird verhindert, Wärme wird im Boden besser gespeichert ( eignet sich da her gut als Winterschutz) und er trocknet auch nicht so schnell aus (Verdunstung wird reduziert), schwere Böden nehmen besser Niederschläge auf (es bilden sich keine Pfützen mehr die weglaufen oder zum Großteil verdunsten, sondern die Feuchtigkeit wird vom Mulch aufgesogen wie ein Schwamm und allmählich nach unten abgegeben), Unkraut wird unterdrückt, das Bodenleben wird  aktiviert (der Mulch wird von den Bodenlebewesen allmählich zersetzt und muss dann erneuert werden), Nährstoffe werden beim Zersetzen des Mulch gleichmäßig an den Boden abgegeben, (allerdings nicht sehr viele), einige Mulchmaterialien sehen optisch sehr gut aus und kahle Bodenflächen (besonders bei Neuanpflanzungen) können so optisch aufgepeppt werden. Es gibt verschiedene Mulcharten mit teilweise unterschiedlichen Eigenschaften und  nicht jede eignet sich für die verschiedenen Anwendungsgebiete. Hier ein paar Beispiele:

Erntereste/Pflanzenrückstände: - kommt eigentlich mehr im Nutzgartenbereich zur Anwendung, hat alle oben genannten Vorteile, sieht optisch aber nicht sehr schön aus. Im Ziergarten spricht nichts dagegen im Herbst Staudenbeete und Rabatten damit abzudecken (besonders bei frostempfindlichen Pflanzen), im Frühjahr sollten aber alle nicht verrotteten Reste auf dem Kompost gegeben werden. Guter Nährstofflieferant, ist kostenlos.

Laub: - siehe Erntereste/Pflanzenrückstände, fällt nur im Herbst an dann aber meist in großen Mengen, der beim Zersetzen entstehende Humus ist besonders wertvoll, Gehölze und besonders Waldstauden lieben diesen Mulch, ist kostenlos, guter Winterschutz für alle frostempfindlichen Pflanzen).

Rasenschnitt: - fällt im Ziergarten meist in großen Mengen an und ist da her kostenlos, sehr guter Stickstofflieferant, zersetzt sich sehr schnell und muß öfters nachgelegt werden, nicht zu stark auftragen da er sonst fault statt zu verrotten, eigentlich ein fast perfekter Mulch aber er sieht leider nicht so gut aus - man verwendet ihn daher am besten dort wo man ihn nicht so sieht, zum Beispiel unter Hecken und Sträuchern.

Rindenmulch: - der Mulch für den Ziergarten, sieht sehr gut aus, unterdrückt Unkraut besonders gut durch seine Gerbsäure, das vertragen aber leider nicht alle Nutz- und Zierpflanzen gleich gut, kann da her nicht überall eingesetzt werden, für Nutzgarten und Neuangesätes ungeeignet, passt aber sehr gut in den Waldgarten unter Gehölzen, Hecken und als Baumscheibe, bei Verwendung in Staudenbeeten usw. vorher nach Verträglichkeit der Pflanzen beim Gärtner erkundigen, vor dem Auftragen etwas Hornspäne ausbringen um den Stickstoffverlust im Boden ,der beim Zersetzen des Rindenmulch auftritt, auszugleichen (er besteht zum Großteil aus Kohlenstoff und der zur Zersetzung benötigte fehlende Stickstoff wird dem Boden entzogen), ist günstig im Preis. (einige Rindenarten wie zum Beispiel Pinie sind aber auch verhältnismäßig teuer - Rinde von Nadelhölzern sind da sehr viel preiswerter, optisch aber nicht ganz so schön)

Holzhäcksel: - siehe Rindenmulch - verrottet aber nicht so schnell, ist dafür aber teurer, nicht alle Holzarten eignen sich gleich gut.

Kompost: - gemeint ist Kompostmulch, also noch nicht komplett verrotteter Kompost (ca. 6 bis 12 Wochen alt) mit fasriger Struktur, je nach kompostierten Material guter bis sehr guter Nährstofflieferant, verbessert nachhaltig den Boden und aktiviert das Bodenleben, unterdrückt das Unkraut nicht, wirkt natürlich und sieht optisch im allgemeinen ganz gut aus, ist kostenlos - wen er selbst erzeugt wurde, ist für Pflanzen (zum Beispiel einige alpine Pflanzen) die trockene karge Böden benötigen in größeren Mengen eher ungeeignet, alle anderen Pflanzen wachsen mit Kompostmulch besonders gut. 

 

Neben diesen organischen Mulch gibt es auch einige anorganische Materialien die sich zur Bodenabdeckung eignen, diese haben natürlich keine bodenverbessernde und düngende Eigenschaften.

Kies/Splitt: -  im Gegensatz zu den oben genannten Abdeckmaterialien ist Kies/Splitt nicht so kostengünstig aber dafür sehr dauerhaft (verrottet ja nicht) und muß nur sehr selten nachgebessert werden, speichert gut Wärme und Feuchtigkeit, unterdrückt das Unkraut leider nicht, sieht optisch sehr gut aus und passt in den Steingarten und Gärten im mediterranen Stil, Trockengärten mit Gräsern und sukulenten Pflanzen, sowie an Teichrändern und Bachläufen, ein Muß im Japangarten.

Unkrautfolie: - diese wasserdurchlässige Spezialfolie ist nicht die preiswerteste Variante, unterdrückt dafür aber hervorragend das Unkraut und der darunter liegende Boden hält länger Feuchtigkeit und Wärme, sieht aber hässlich aus und wird da her meist im Nutzgarten eingesetzt, wen man sie aber mit Kies/Splitt oder ähnlichen Materialien bedeckt, eignet sie sich aber durchaus auch für den Ziergarten.

 

Weitere Artikel zu diesem oder ähnlichem Thema:
Boden - Anwendung
Kompost
Kies- und Splittwege
Gartenwege
Waldgarten
Garten anlegen
Rindenmulch / Holzhäcksel Wege


 

© Copyright 2001-2007 www.blumen-garten-pflanzen.de  Alle Rechte vorbehalten.