Garten Kompost

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Organische Küchen- und Gartenabfälle einfach wegzuschmeißen ist eigentlich Verschwendung, denn ohne großen Aufwand kann man daraus wertvollen Kompost (das Gold des Gärtners) gewinnen. Dieser ist voller Nährstoffe, regt das Bodenleben an und verbessert dabei die Bodenqualität, kein noch so guter Dünger oder Bodenhilfsstoff kann es mit der Komposterde aufnehmen. Verwendet wird er als Zugabe bei Pflanzungen und Bodenverbesserungen, vorzugsweise verteilt man in aber einfach auf den Pflanzflächen. Wichtig besonders bei noch nicht vollständig zersetzten Rohkompost (Kompostmulch), denn für den weiteren Zersetzungsprozess wird Sauerstoff (Aerob) benötigt. Gräbt man den noch nicht fertigen Rohkompost ein schlägt der Verrottungsprozess schnell in Fäulnis um was den Pflanzen schadet. 

Schnellkomposter Garten Komposter KunststoffUm Kompost zu gewinnen braucht man eigentlich nur die gut Vermischen Garten- und Küchenabfalle einfach auf den nackten Boden (damit die Bodenlebewesen in den Komposthaufen einwandern können) aufzuschichten (nicht höher als 1 Meter) und anschließend mit Erde oder Rasenschnitt abzudecken. Vorzugweise in einer geschützten Ecke zum Beispiel unter einem Baum. Der Rotteprozess läuft dann selbstständig an und nach einen halben bis dreiviertel Jahr( je nach Jahreszeit) ist der Kompost fertig. Das sieht aber nicht schön aus, braucht viel Platz und Zeit. Außerdem ist der Kompost Wind und Wetter ausgesetzt, was bei Kalten und sehr nassen Wetter Garten Kompost Bio Abfälle nachteilig ist. Deshalb werden häufig sogenannte Thermokomposter aus Kunststoff verwendet. Hier ist der Kompost gut geschützt und die Wärme hält sich länger und damit der Rottevorgang. Denn 2 Dinge braucht der Kompost Wärme und Sauerstoff. Die Wärme entsteht zwar beim Verrottungsvorgang, aber damit die Prozesse am Laufen bleiben darf die Temperatur nicht zu stark fallen. In einem Thermokomposter hält sich die Wärme gut, der Rottevorgang unterbricht nicht (teilweise nicht einmal im Winter!!) und der Kompost ist schneller fertig. Wichtig ist immer verschiedene Abfälle gut vermischen, also zum Beispiel feinen Rasenschnitt mit groben Zweigen. Das ist notwendig damit genug Sauerstoff zur Verfügung steht, sonst verwandelt sich der Kompost in einen stinkenden Fäulnishaufen. Sollte so etwas einmal passieren hilft es mit einer Mist- oder Grabegabel in den Kompost herumzustochern und ihn dadurch zu lockern. Durch Zugabe von Urgesteinsmehlen oder etwas Kalk (Bitte in Maßen) kann man kurzfristig die Geruchsbelästigung beseitigen. Hilft das nichts muss man den Kompost umsetzen und neu aufschichten. Dabei dann mehr grobes Material wie Äste oder Zweige verwenden. Um den Rottevorgang noch zu Beschleunigen kann man auch sogenannte Schnellkomposter mit einstreuen. Das sind verschieden organische Substanzen welche das explosionsartige Vermehren der an der Rotte beteiligten Mikroorganismen unterstützen. Weiter kann man durch Zugabe von Hornspänen den Nährstoffgehalt (Stickstoff) des Kompostes erhöhen und den Rottevorgang positiv beeinflussen (wichtig wen viel Laub und Gehölzschnitt anfällt).

In den Kompost gehören:

- Gartenabfall wie Laub, Rasenschnitt, Gehölzschnitt, Erdreste, Unkräuter (Achtung bei Unkrautsamen, hier die Unkräuter 14 Tage im Wasserbad faulen lassen um Unkrautsamen abzutöten), alle Grünabfälle von gesunden Pflanzen, Stroh, Mist von Kühen, Geflügel und Kleintieren, Zuschlagstoffe wie Hornspäne, Urgesteinsmehle, usw.

-Küchenabfälle wie Obst und Gemüsereste, Schnittblumen, Kartoffel- und Eierschalen, Kaffeesatz, Teeblätter, Zellstoff (in Maßen und gut anfeuchten), Reste von Südfrüchten wie Bananenschalen (bei Zitrusfrüchten in Maßen oder besser gar nicht), Holzasche (nur bei unbehandelten Holz)

Nicht in den Kompost gehören:

alle anorganischen Substanzen wie Glas, Plaste, Metall usw., Speisereste, Fleisch, Brot und Backwaren (wegen Mäusen, Ratten, Ungeziefer), Papier von Hochglanzmagazinen, Kehricht, Knochen, Laub und Pflanzenteile von kranken Gewächsen, Steinkohlenasche (Schwermetalle)

Wann man den Kompost verwenden kann hängt von der Temperatur und Verwendungszweck ab. Fertigkompost, den man auch eingraben kann ohne Fäulnisprozesse zu befürchten zu müssen, benötigt mitunter ein dreiviertel Jahr. Meistens wird der Kompost aber einfach dünn (ca. 5 cm) aufgestreut (nicht bei frisch angesäten Flächen!). Hierfür kann man ruhig Rohkompost verwenden, welcher in den Sommermonaten schon nach 8 bis 6 Wochen entsteht. Der Komposthaufen wird dabei dann einfach durchgesiebt, die feinen Teile werden als Mulch verwendet und die groben Teile wandern zurück in den Kompost. Bei dieser Methode kann man auch mit kleinen Kompostbehältern in kürzester Zeit viel Abfall verwerten und in wertvollen Humus umwandeln. Eine weitere platzsparende Methode ist die Flächenkompostierung. Hier werden im Herbst die Pflanzenabfälle einfach auf den abgeräumten Beeten liegen gelassen. Bis zum Frühjahr sind die meisten Abfälle verrottet und der nicht verrottete Teil kommt in den Kompost. 

 

 

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